Veränderungsprozess gestalten

… damit Struktur und Kultur sich nachhaltig entwickeln können.

„Das Projekt war zeitlich begrenzt und deshalb haben wir es nachhaltig in der DNA unserer Organisation verankert: d.h. in der Mitarbeiterschaft, unseren (technischen) Systemen und Strukturen.“

Jörg Steinheimer, Geschäftsführer DRK Rheinhessen-Nahe

Die Gestaltung des gesamten Veränderungsprozesses – hin zu einer stärkeren Lebensphasenorientierung in Organisation und Arbeitszeitgestaltung – lässt sich im Projekt FAIR in drei Phasen gliedern:

Phase 1: Prozess aufsetzen und die Ist-Situation analysieren

Hier geht es vor allem darum, alle Beteiligten in der Organisation einzubinden (Steuerkreis), einen gemeinsamen Fahrplan festzulegen, gemeinsame Zielvorstellung zu entwickeln und die Ausgangssituation zu analysieren.

Phase 2: Ergebnisse entwickeln, testen und anpassen

In der Hauptphase geht es darum, Ideen zu entwickeln, zu erproben, regelmäßig zu evaluieren und ggf. anzupassen. Es bietet sich an, einzelne Lebensphasen (z.B. Elternschaft, Pflege von Angehörigen) zu identifizieren und entsprechende Entlastungsangebote nach verschiedenen Handlungsfeldern (z.B. Arbeitszeit & Organisation, Führung & Kommunikation) zu sortieren.

Phase 3: Angebote kommunizieren und implementieren

In der Abschlussphase sollten die einzelnen Maßnahmen detailliert kommuniziert (bspw. durch Aushänge, Teamsitzungen, Betriebsversammlungen) und fest in die bestehenden Strukturen integriert werden (Verfahrensabläufe und Ansprechpartner*innen festlegen).

Schematische Darstellung des Gesamtprozesses

Folgende Tipps können bei der Umsetzung helfen:

  • Bennen Sie eine*n interne*n Projektverantwortliche*n.
  • Gewinnen Sie möglichst viele Personen, die für den Erfolg der Maßnahmen wichtig sind, und binden Sie sie aktiv ein.
  • Organisieren, moderieren und protokollieren Sie regelmäßige Treffen (ca. alle 6 Wochen) des Steuerkreises (und ggf. der Arbeitsgruppen).
  • Binden Sie von Anfang an die Beschäftigten bzw. den Betriebsrat ein, damit die Maßnahmen an den wirklichen Bedarfen ansetzen und auf Akzeptanz stoßen. Das kann im Rahmen von gemeinsamen Workshops oder Befragungen erfolgen.
  • Wenn möglich, erproben Sie einzelne Maßnahmen für eine begrenzte Zeit in kleineren Organisationeinheiten (z.B. einer Abteilung oder Rettungswache) und evaluieren im Anschluss.
  • Kommunizieren Sie viel! Informieren Sie Führungskräfte und die Belegschaft regelmäßig über den Prozessfortschritt.

Für die einzelnen Phasen und Prozessschritte stehen unterschiedliche Methoden und Materialien zur Verfügung. Diese finden Sie HIER.