Situation analysieren, Ideen sammeln

… gemeinsam mit den Beschäftigten.

Eine flexible, an den Mitarbeiter*innen orientierte Arbeitszeitgestaltung ist im Schichtdienst des Rettungsdienstes nicht einfach zu gestalten. Oft stoßen solche Veränderungen zunächst auf Widerstand. Durch konsequente Einbindung der Mitarbeiter*innen und des Betriebsrates wurden im Projekt FAIR Ideen entwickelt und schließlich auch in großen Teilen umgesetzt.
Im Verlauf des Projektes ist daraus eine Haltung der proaktiven Ansprache von Mitarbeitenden entstanden. Für die Zukunft braucht es genau diese Führungskultur und das beteiligungsorientierte Vorantreiben neuer Ideen.“

Frank Hutmacher, Landesfachbereichsleiter Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt & Kirchen, ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland

Die Prozess-Phase I ist geprägt von der Analyse der Ist-Situation und der Planung der ersten Arbeitsschritte.

Um den anstehenden Prozess gut aufsetzen zu können, fragten die Berater*innen von ARBEIT & LEBEN gGmbH die Mitglieder des Steuerkreises einerseits nach den Erfahrungen mit vorhergehenden Veränderungsprozessen und andererseits nach Errungenschaften sowie Herausforderungen zum Themenkomplex „Arbeitszeitgestaltung“. Anhand einer Time-Line wurden die Erfolge aus den letzten Jahren benannt und die anstehenden Herausforderungen sichtbar gemacht. Mit diesem Blick in die Vergangenheit wird ein neuer Veränderungsprozess anschlussfähig. Der Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft, also auf die nächsten Schritte, wird ergänzt um die Frage nach den Stimmungen und Ideen, die womöglich bereits häufiger in der Organisation zu diesem Thema diskutiert wurden. Mit der Aufstellungsmethode Deep Democracy“ konnten Emotionen, unterschiedliche Sichtweisen sowie Ideen zum Thema „Arbeitszeitgestaltung und mögliche Belastungen“ thematisiert werden. Auf dieser Grundlage wurde schließlich die weitere Analyse aufgesetzt.

Der zweite Analyseschritt wurde vor Ort auf den Rettungswachen vollzogen. Hierzu wurden die Mitarbeiter*innen in einer schriftlichen Befragung nach ihrer persönlichen Situation bezüglich der Arbeitszeitgestaltung und der Lebenssituation befragt (Belastungsquellen, Flexibilisierungswünsche etc.). Im Anschluss an die schriftliche Befragung wurde auf jeder Rettungswache ein interaktiver Workshop mit allen Beschäftigten und Leitungen der Rettungswache durchgeführt. In diesen Workshops konnten in der Diskussion mit den Kolleg*innen gemeinsame Anliegen, Ideen und Lösungsansätze entwickelt werden.

Bilder aus den Analyseworkshops in den Rettungswachen: